Jubiläumstempel







DENKMAL FÜR DEN ZERSTÖRTEN KAISER FRANZ JOSEPH-REGIERUNGSJUBILÄUMS-TEMPEL IN WIEN MARGARETEN

Der Kaiser Franz Joseph-Regierungsjubiläums-Tempel wurde im Jahre 1908 eingeweiht.
Dreißig Jahre später wurde er in der Pogromnacht auf den 10. November 1938 verwüstet. Erst 1988 wurde am Nachbargebäude (!) eine Gedenktafel angebracht. Diese ist auf über drei Metern Höhe angebracht, schwer lesbar und damit eigentlich unsichtbar.

In Hietzing wurde 2004 ein beispielhaftes Denkmal errichtet. Dieser von Prof. Hans Kupelwieser gestaltete “Standpunkt” ermöglicht es, durch die Glasstele mit dem Foto von 1928 Vergangenheit und Gegenwart in einem zu sehen.

Eine wachsende Zahl engagierter MargaretnerInnen möchte ein Denkmal errichten, das nicht nur sichtbar ist, sondern auch sichtbar macht, wo vor mehr als 70 Jahren in Margareten die Zerstörungswut der Nationalsozialisten ihre Spuren hinterlassen hat.

An der vor allem von Fußgängern stark frequentierten Ecke Siebenbrunnengasse / Nikolsdorfer Gasse soll dieses Denkmal nun entstehen. Wird auf dem eingelassenen Betonkeil "Stellung bezogen", bietet die bedruckte Glasplatte "Durchblick" auf den Standort der ehemaligen Synagoge.

Das Gedenken wandert von einer Tafel auf der privaten Hauswand, die kaum gelesen werden konnte in den öffentlichen Raum. Zentral positioniert, blockiert diese jedoch keine Fußgängerwege, sondern bietet sich an, ja fordert geradezu auf, sich mit ihr zu beschäftigen und sich zu "positionieren".

Darüber hinaus wird mit der Verwendung des historischen Bildes die rein textliche Beschäftigung mit dem Gedenken erweitert um einen räumlichen, tatsächlichen Aspekt. An Ort und Stelle kann durch das Bild der Verlust an Kultur und Religion nachempfunden werden.

 
 
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